Paartherapie / Paarberatung

Zu Beginn einer Paarbeziehung empfinden beide Partner in erster Linie viel Gefühl füreinander. Es ist die Zeit des einander-Entdeckens, die Zeit des Kennenlernens beiderseitiger Eigenschaften. Es ist die Zeit, in der den Verstandesaktivitäten des einander-Beurteilens wenig Gewicht gegeben wird, und man relativ unvoreingenommen zu- und aufeinander schaut.

Im Verlauf der Paarbeziehung werden einander dann die Stärken und Schwächen des Partners bekannt, und der Verstand nimmt sich immer mehr Raum dafür, gedanklich mit diesem ‚Wissen‘ zu arbeiten. Das anfängliche ‚miteinander-fühlen‘ verändert sich oftamals zu einem ‚übereinander-denken‘.

Wenn die Geschichten des Verstandes über den Partner das Gefühl für ihn oder sie fast vollständig überdecken, sehen viele Menschen das Ende der Paarbeziehung gekommen.

Ich sehe die Qualität der Kommunikation innerhalb einer Paarbeziehung als so gut wie alles entscheidenden Faktor für deren Verlauf an. Je größer die Menge an gedanklichen Urteilen und Schlussfolgerungen übereinander mit der Zeit wird, desto schwächer wird die Qualität der Kommunikation miteinander.

Zur Wiederherstellung einer tragfähigen Qualität des miteinander Kommunizierens lege ich meinen Fokus klar auf Einzelsitzungen, und lasse nur punktuell Paartermine einfließen. Sie haben in den Gesprächen mit mir Gelegenheit, gedankliche Barrikaden abzubauen, einander nochmals neu zu erspüren, und so den Weg zu einem erneuerten Gemeinsamkeitsgefühl zu finden. Hierzu müssen sich BEIDE Partner des Handlungsbedarfes bewusst sein, und die Bereitschaft zur Veränderung zeigen.

 

Version: 15. 2.2017